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                                            Vom Anfang bis heute

 

Es begann 1934 als Gottlob Auwärter sich aus dem Betrieb seines Vaters löste und seinen eigenen Karosseriebaubetrieb

im Stuttgarter Stadtteil Möhringen eröffnet.

Zuerst erstellte er Aufbauten für Nutzfahrzeuge, doch den Omnibussen widmete er seine ganze Kraft.

Seine Konstruktionen zeichneten sich durch Dachrandverglasung auch im Front- und Heckbereich aus.

Durch den zweiten Weltkrieg wurde der Aufschwung des Betriebes gebremst, doch durch den Ehrgeiz und den Mut von

Gottlob Auwärter wurde auch hinterher der Omnibusbau weiterentwickelt.

Anfangs hatten Omnibusse und LKWs keine großen Unterschiede, aber schon bald merkte man, dass eine eigenständige

Entwicklung eines Omnibusses die Weichen für die Zukunft stellt.
Durch die Erfindung des freitragenden Omnibusses wurde der Name NEOPLAN geboren.

Der Name steht für >> neuen Plan >>.

 

Der erste NEOPLAN wurde 1953 auf einer Ausstellung in Reutlingen gezeigt.

Nach einem schon großen Sortiment zeigten die Stuttgarter Omnibusbauer 1957

ein Modell mit Luftfederung und Einzelaufhängung, vor. Diese Konstruktion bietet dadurch hohen Fahrkomfort.

1958 wurde die Luftfederung patentiert.

Im Jahre 1960 angekommen, dominieren runde Formen und kleine Scheiben den Reisebusbau.

Auf dieser Konstruktion baut der Sohn von Gottlob Auwärter, Albrecht Auwärter und dessen Partner Bob Lee in der

Diplomarbeit auf.
Es entsteht der Reisebus Typ Hamburg und somit war das Unternehmen „Dem Fortschritt einen Schritt voraus.“

Der Preis Grand Prix d’ Excellence wiederholt sich dem öfteren für diesen ungewöhnlichen doch perfekten Bus.
12 Jahre war der Typ Hamburg in Produktion.

 

Auch nach den Bussen wie Flughafenvorfeld, Typ Skyliner oder Cityliner wurden weitere Meilensteine gesetzt.
Anfang der 70er Jahre entwickelte die damalige Gottlob Auwärter GmbH & Co. KG den Typ Jetliner.

Obwohl durch die Federführung von Bob Lee ein völlig neuer Bus entstanden ist, wurden die bewährten

Neoplan-typischen Elemente nicht vergessen. Selbstverständlich auch in verschiedenen Längen und

verschiedener Ausstattung wie es von NEOPLAN bekannt war.

 

Luftbild, Werk Stuttgart-Möhringen

 

 

Das Stammwerk in Stuttgart erreichte allmählich die Kapazitätsgrenzen, zudem sind zu dieser Zeit im schwäbischen

Raum qualifizierte Fachkräfte schwer aufzufinden.
So war gerade das Angebot 1973 eines Betriebes im niederbayerischen Pilsting der gerade zur Disposition stand,

wie zu gerufen.
Die Stuttgarter Omnibusbauer ließen sich das Angebot nicht nehmen und bauten zunächst völlig neue Werkhallen

und einen Verwaltungstrakt auf die zurückblickende fahrzeugbauerische Tradition: wie Glas, BMW und zuletzt Eicher.

Davon wurden viele Mitarbeiter übernommen und umfasste so eine Mitarbeiterzahl von 134.


Durch die perfekte und traditionelle Leitung von Konrad Auwärter, der seine Diplomarbeit in den 60er Jahren mit einem

zweiachsigen Liniendoppeldecker dem so genannten Skyliner, waren nach einigen Jahren einige Ausbauarbeiten notwendig.
So wurde im Frühjahr 1979 ein Neubau, in dem Reparatur, Sondergerippebau, Kunststoffverarbeitung und Ausbildungszentrum

ihren Platz fanden, eingeweiht.
Kurz darauf folgte ein Hallenneubau mit Polsterei, Warenlager und Montage,
Das stetige Wachstum forderte den zweiten Sohn von Gottlob Auwärter, Konrad Auwärter dazu auf, 1986 einen nördlichen Hallenbau

 zu errichten, der das letzte Gebäude aus der Glas-Ära ist.
Ein repräsentatives Vertriebszentrum mit Auslieferungshalle konnte die Pilstinger Mannschaft bald belegen.
Auch nach dieser Erweiterung war der Erfolg und die Anfragen nach den modernen Omnibussen hoch, so dass 1997 ein neues

Ersatzteilzentrum unter Führung von Edgar Marschall und 1999 eine sehr moderne Heizanlage, auf dem Areal von

rund 80.000 m² Fläche und 30.000m² Flora und Fauna, in Betrieb genommen wurden.


Ingenieur Konrad Auwärter, der mit seiner Familie von Baden-Württemberg nach Niederbayern umgesiedelt ist hat den Ausbau

von Fläche und Mitarbeiterzahl so vorangetrieben, dass auch heute das Werk in Pilsting eines der modernsten Omnibusbauwerke
Europas ist.

So wurden die Busreihen Niederflur, Carbonliner, Metroliner, Skyliner, Spaceliner, Transliner, Jetliner, Cityliner, Starliner, Gelenkbus, Flughafen-Vorfeld und weitere Typen gebaut.

 

Luftbildaufnahme Neoplan Werk Pilsting

 

Nicht nur in Deutschland ist NEOPLAN gefragt, sondern auch im Ausland. Deshalb gibt es in Ghana, Mexiko, China, USA, Tschechien,
Türkei und Polen Werke des Unternehmens.
 
Jeder Anfang hat sein Ende – diesen Satz könnte man für das Ereignis bei der Traditions-Familie Auwärter im Jahre 2001 sagen.
Es gab zwar positives im Jahre 2001 wie der Lizenzvertrag mit Jinhua North Fulai Vehicle Co. Ltd.,
trotzdem war es ein nicht so freudenreiches Jahr:

Die Omnibusbranche war geschwächt und ein schwieriges Marktumfeld war geboten. Die schwäbischen Omnibusbauer stellten sich

diesem und übergaben das Unternehmen an den Nutzfahrzeugehersteller MAN AG.
Doch die Familie Auwärter kann stolz sein auf Geschaffenes, denn sie sind der Grundstein dieser großen und qualitätsreichen Marke

NEOPLAN und kann auf über 65 Jahre erfolgreichen Omnibusbaus zurückblicken! 
Weiterhin pflegt Konrad Auwärter die Bustradition durch ein Museum in Landau a. Isar und Stuttgart-Möhringen.

 


Innerhalb der letzten 7 Jahre mussten wegen der schlechten Situation am Omnibusmarkt das Werk Berlin und das Werk Stuttgart

geschlossen werden.

Die Marke Neoplan wird unter der MAN Truck & Bus AG weitergeführt.






Werksgelände Stuttgart-Möhringen
Abrissarbeiten Werk Stuttgart April 2008

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